
Am 25. Juli meldete sich ein Nachbar mit der hilfreichen Information, dass eine große Uferbirke während eines Sommersturms gebrochen und direkt in den See gefallen sei. Unglücklicherweise hatte sich der Baum eine ausgesprochen strategische Position ausgesucht und den Zugang zum Ufer für kleine Boote vollständig blockiert. Die Natur hatte offenbar beschlossen, die Bucht kurzfristig umzugestalten – ohne Rücksprache.
Zwei Tage später, am Sonntag, dem 27. Juli, verschaffte ich mir selbst ein Bild der Lage. Die Birke erwies sich als beeindruckend groß, mit einem Stammdurchmesser von etwa 35 Zentimetern, und reichte quer über die Bucht fast bis zum gegenüberliegenden Ufer. Was aus der Ferne noch nach einer kleinen Unannehmlichkeit ausgesehen hatte, entpuppte sich aus nächster Nähe als erstaunlich effektiver natürlicher Damm.


Die Arbeiten begannen am Montag mit dem, was man wohl großzügig als „einfaches Werkzeug“ bezeichnen kann: einer Handsäge und einer ordentlichen Portion Optimismus. Ast für Ast wurde der Baum zerlegt – zunächst vorsichtig balancierend auf dem Stamm, später bis zur Brust im Wasser stehend. Da Teile des Stammes unter Wasser lagen, sägte ich ihn von Hand in etwa einen Meter lange Stücke, lediglich die letzten drei Meter blieben zunächst unberührt.
Der verbliebene Stamm zeigte sich davon allerdings unbeeindruckt. Mit einer Seilwinde zog ich ihn parallel zur Uferlinie, in der hoffnungsvollen Annahme, ihn anschließend aus dem Wasser heben zu können. Diese Hoffnung erwies sich als unbegründet. Der Stamm blieb, wo er war – offensichtlich überzeugt von seinem Gewichtsvorteil.


Am nächsten Tag setzte sich schließlich die Vernunft durch: Mit Hilfe unseres Nachbarn und einer Motorsäge wurde auch der letzte Abschnitt in kleinere Stücke zerteilt, die sich von Hand aus dem Wasser heben ließen. Nach dem Aufstapeln des Holzes und dem Aufräumen des Ufers war der Zugang zum See wieder frei. Mission erfüllt – mit müden Muskeln, einem aufgeräumten Ufer und neuem Respekt vor Sommerstürmen und umgestürzten Birken auf Björkesö.

