
An einem sonnigen Spätsommertag, einem Sonntag Nachmittag, besuchten wir das Waldgrundstück Björkesö zum allerersten Mal. Die Luft war klar und weich – so, wie es nur der September vermag: noch warm von der Sonne, während sich der Herbst bereits vorsichtig in den Farben ankündigte.
Das Grundstück war ein etwa zehn Hektar Wald, wunderschön, aber schwer zugänglich. Das Gelände war uneben und weitgehend unberührt. Der Wald bestand aus einer vielfältigen Mischung aus Eichen, Kiefern, Birken und Fichten in ganz unterschiedlichen Altersstufen. Junge Bäume wuchsen neben alten, die Wind und Wetter über Jahrzehnte getrotzt hatten – was dem Ort ein starkes Gefühl von Beständigkeit und Lebendigkeit verlieh.


Wir bewegten uns langsam durch den Wald, hielten oft inne und lauschten. Die Stille war eindrucksvoll – nicht leer, sondern erfüllt von feinen Geräuschen: dem Wind in den Baumkronen, trockenem Laub unter den Füßen, einem Vogelruf in der Ferne, der die Ruhe kurz durchbrach.
Vom Ufer aus konnte man die Insel im Wasser sehen. Sie lag ruhig und einladend da – so nah und doch unerreichbar. An diesem Tag hatten wir kein Boot, und so blieb die Insel etwas zum Betrachten und Erträumen. Vielleicht war es gerade diese Distanz, die das Erlebnis noch intensiver machte – das Gefühl, dass es noch so viel zu entdecken gibt.


Schon bei diesem ersten Besuch wurde deutlich, dass Björkesö kein Ort ist, den man auf einmal erfassen kann. Es ist ein Ort, der Zeit, Aufmerksamkeit und wiederholte Besuche verlangt. Und vielleicht begann genau dort, an diesem sonnigen Septembertag, eine längere Reise.
